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 Sind Zeitreisen möglich? 
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Beitrag Sind Zeitreisen möglich?
Sind Zeitreisen möglich?


In der Novelle von H.G. Wells `Die Zeitmaschine` springt unser Hauptdarsteller in einen Spezialstuhl mit blinkenden Lichtern, dreht ein paar Schalter und findet sich selbst in eine Zeit katapultiert, die ein paar hunderttausend Jahre in der Zukunft liegt, in der England längst verschwunden ist und jetzt von zwei merkwürdigen Gruppen von Kreaturen beheimatet ist, den Morlocks und den Eloi.

Das war vielleicht große Fiktion aber Physiker haben immer allein die bloße Idee der Zeitreise nur belächelt, und betrachteten dies als Reich der Spinner, Mystiker und Scharlatane und das aus gutem Grund.

Wie auch immer, wirklich bemerkenswerte Fortschritte in der Quanten-Gravitation lassen diese Theorie wieder aufleben; Zeitreisen sind nun zu einer Spielwiese für theoretische Physiker geworden, die darüber zB Artikel im angesehenen Magazin Physical Review schreiben.

Ein hartnäckiges Problem mit der Zeitreise ist, daß sie mit verschiedenen Arten von Paradoxien verknüpft ist. Da gibt es zB das Paradoxon des Mannes ohne Eltern: Was passiert wenn man in der Zeit zurückgeht und seine Eltern umbringt, bevor man geboren wurde. Wie kann man dann geboren werden, damit man sie später umbringen kann.

Da gibt es dann noch das Paradoxon des Mannes ohne Vergangenheit. Man stelle sich zum Beispiel einen jungen Erfinder vor, der vergebens versucht in seiner Garage eine Zeitmaschine zu bauen. Plötzlich erscheint ein älterer Mann aus dem Nichts und gibt dem jungen die geheimen Informationen, wie man eine Zeitmaschine baut. Der junge Mann wird unglaublich reich, indem er an der Börse spekuliert, an Rennbahnen und bei Sportveranstaltungen wettet, weil er ja die Zukunft kennt. Dann, als alter Mann entscheidet er sich, eine letzte Reise in die Vergangenheit zu machen, um sein jüngeres selbst in die Geheimnisse der Zeitreise einzuweihen. Wo kam die Idee der Zeitmaschine ursprünglich her?

Und da gibt es noch das Paradoxon des Mannes, der seine eigene Mutter ist......

Es ist nicht verwunderlich, daß Zeitreisen immer als unmöglich angesehen wurden. Newton glaubte, daß sich die Zeit wie ein Pfeil verhält. Einmal abgeschossen, fliegt er in einer geraden unbeeinflußbaren Linie. Eine Sekunde auf der Erde entspricht einer Sekunde auf dem Mars. Uhren die im Universum verstreut werden, schlagen im gleichen Takt.

Einstein gab ein sehr viel radikaleres Bild davon. Nach Einstein verhält sich Zeit vielmehr wie ein Fluß, der sich um Sterne und Galaxien windet, mal schneller und mal langsamer fließt, wenn er sich an massereichen Himmelskörpern vorbeibewegt. Ein Sekunde auf der Erde ist NICHT eine Sekunde auf dem Mars. Uhren die durch das Universum fliegen, schlagen alle nach dem Takt ihres eigenen Schlagzeugers.

Jedoch bevor Einstein starb, sah er sich einem verwirrenden Problem gegenüber. Einsteins Nachbar in Princeton, Kurt Gödel, vielleicht der größte Mathematiker der vergangenen 500 Jahre, fand eine neue Lösung für Einsteins Gleichungen, die Zeitreisen erlaubten!

Der "Fluß der Zeit" hatte nun Whirlpools bekommen, in denen die Zeit sich selbst in Kreisen bewegen konnte. Gödel`s Lösung war wirklich raffiniert: Es postulierte ein Universum das mit Zeit angefüllt war, daß wie ein rotierendes Fluid floß. Jeder der sich in die Richtung der Rotation fortbewegte, würde sich am räumlichen Ausgangspunkt wiederfinden, jedoch in der Vergangenheit.

In seinen Memoiren schrieb Einstein, daß er sich daran störte, daß seine Gleichungen Lösungen enthielten, die Zeitreisen ermöglichten. Aber schlußendlich folgerte er, daß das Universum nicht rotiert, sondern daß es expandiert (wie in der Urknall Theorie) und damit Gödel`s Lösungen aus "physikalischen Gründen" vernachlässigt werden können. (Scheinbar würden bei einem rotierenden Urknall Zeitreisen im gesamten Universum möglich sein!)

Dann, im Jahre 1963, entdeckte der Neuseeländische Mathematiker Roy Kerr eine Lösung für rotierende Schwarze Löcher aus Einsteins Gleichungen, mit bizarren Eigenschaften. Das Schwarze Loch würde nicht zu einem Punkt kollabieren (wie ursprünglich angenommen), sondern zu einem rotierenden Ring (aus Neutronen). Der Ring würde sich so schnell drehen, daß die Zentrifugalkräfte ein Kollaps durch die Gravitationskräfte verhindern würden. Der Ring könnte bei entsprechender Größe und Stabilität des Wurmloches unbeschadet durchquert werden.

Der Ring wiederum würde sich verhalten wie Alice`s Spiegel. Jeder der durch den Ring ginge, würde nicht sterben, sondern durch ihn hindurch zu einem alternativen Universum gelangen. Seitdem wurden hunderte anderer "Wurmloch"-Lösungen zu Einsteins Gleichungen gefunden. Diese Wurmlöcher verbinden nicht nur zwei Regionen im Raum (daher der Name), sondern ebenso zwei Zeitregionen. Im Prinzip können sie als Zeitmaschinen benutzt werden.

Das nächste Schwarze Loch ist 30.0000 Lj entfernt, also mit galaktischen Maßstäben gerechnet sehr nah. Im Zentrum der Milchstraße wird ebenfalls ein Schwarzes Loch vermutet.

Der altmodische Weg ist die lineare Reise mit maximal Lichtgeschwindigkeit. Ein besserer Weg ist die Reise durch ein Wurmloch, daß eine Abkürzung durch Raum und Zeit darstellt. Wurmlöcher kann man sich wie Tornados vorstellen. Das Auge des Tornados entspricht dabei dem Wurmloch innerhalb des Schwarzen Loches. Durch das Hubble Space Teleskop konnte gezeigt werden, daß die Wurmlöcher eine Rotationsgeschwindigkeit von mehreren Millionen km/h besitzen.

Kürzliche Bestrebungen die Quanten-Theorie der Gravitation hinzuzufügen (und damit ein "Theorie von allem" zu erhalten), haben uns Einsichten in das Paradox-Problem gegeben.

In der Quanten-Theorie kann jedes Objekt mehrere Zustände besitzen. Zum Beispiel kann ein Elektron gleichzeitig in verschiedenen Bahnen befinden (ein Faktum, daß für die Gesetze der Chemie verantwortlich ist). Genauso kann Schrödingers berühmte Katze in zwei möglichen Zuständen existieren: tot und lebendig. Wenn man also in der Zeit zurückgeht, kreieren wir ein paralleles Universum. Damit ändern wir die Vergangenheit eines ANDEREN, zB indem wir Abraham Lincoln`s Leben am Ford Theatre schützen, unser Lincoln in unserem Universum ist aber dennoch tot. Auf diese Weise gabelt sich der Fluß der Zeit in zwei separate Flüsse.

Versuchte man also wie zB im Film `Zurück in die Zukunft` mit Michael J. Fox die Vergangenheit zu ändern, würde sich an dieser Stelle der Fluß in zwei Arme spalten. Stellt man sich Universen wie Blasen vor, entstünde durch einen solchen Eingriff in die Zeit eine neue Blase, ein alternativer Zeitablauf, ohne dabei den andern zu beeinflussen.

Aber bedeutet das, daß wir in der Lage sind in H.G. Wells Maschine zu springen, ein paar Schalter zu drehen und ein paar hunderttausend Jahre in die Zukunft zu gelangen.

Nein, oder zumindest jetzt noch nicht. Da sind erst ein paar schwierige Hürden zu überwinden. Das Hauptproblem ist die Energie. In gleicher Weise, wie ein Auto Benzin benötigt, braucht eine Zeitmaschine gewaltige Mengen Energie. Man müßte sich die Energie eines Sternes zunutze machen können oder etwas finden, daß "exotische" oder negative Materie heißt (welche nach oben anstatt nach unten fällt) bzw eine Quelle negativer Energie. Die Physiker dachten einmal, daß negative Energie unmöglich sei. Aber kleine Mengen konnten experimentell durch den sogenannten Casimir Effekt nachgewiesen werden.

Hier werden zwei elektrisch ungeladene Platten parallel zueinander plaziert, sodaß zwischen ihnen ein möglichst geringer Abstand besteht. Man hat dabei eine Kraft messen können, die die Platten zueinander streben lassen. Sie ist wesentlich größer als die durch ihre Massen verursachte gravitionelle Kraft.

Durch negative Masse bzw negative Energie wäre es möglich ein Wurmloch zu stabilisieren bzw zu erzeugen.

Einige Wissenschaftler haben Artikel und Berechnungen in der sehr angesehenen Fachzeitschrift Physical Review veröffentlicht, wo sie sich den Casimir-Effekt zunutze machten. Würde man zwei riesige Platten parallel aufstellen, könnte man daraus den Eingang zu einem Wurmloch erzeugen bzw den Eingang zu einem Weg durch Raum und Zeit öffnen. Ein weiteres Paar - irgendwo im Universum - würde den Ausgang des Wurmloches erzeugen. Abkürzungen durch den Raum und Zeitmaschinen sind damit in den Bereich des Möglichen gerückt.

Wenn wir also negative Masse finden, könnten wir auch ohne ein Schwarzes Loch oder ein Wurmloch eine Zeitmaschine erzeugen und uns sowohl vorwärts als auch rückwärts in der Zeit bewegen.

Negative Energie bzw negative Materie ist äußerst schwer in großen Mengen zu erhalten, ganz zu schweigen von den gewaltigen Mengen an der uns bekannten (positiven) Energie und das wahrscheinlich für ein paar weitere Jahrhunderte.

Dann gibt es da noch das Problem der Stabilität. Kerr`s rotierendes Schwarze Loch zB könnte instabil sein, wenn jemand hindurch fällt. Genauso könnten sich Quanteneffekte aufbauen und das Wurmloch zerstören bevor man es betritt. Unglücklicherweise ist unsere Mathematik nicht gut genug, um die Frage der Stabilität zu klären, weil man eine "Theorie von allem" benötigt, die Quanten-Kräfte mit der Gravitation verbindet. Im Moment ist die Superstring-Theorie der führende Kandidat für eine solche Theorie (Eigentlich ist sie der EINZIGE Kandidat; sie hat in Wirklichkeit keinen richtigen Rivalen.) Aber die Superstring-Theorie, die meine Spezialität ist, ist noch zu kompliziert, um sie vollständig zu lösen.

Interessanterweise wehrte sich Stephen Hawking vor noch nicht allzu langer Zeit gegen Zeitreisen. Er behauptete sogar, daß er "empirische" Beweise dagegen hätte. Wenn die Zeitreise existieren würde, sagte er, wären wir von Touristen aus der Zukunft besucht worden.. Bisher haben wir noch keine Touristen aus der Zukunft gesehen. Ergo: die Zeitreise ist unmöglich.

Aufgrund der enormen Arbeit auf diesem Gebiet innerhalb der letzten fünf Jahre, änderte Hawking seine Meinung und glaubt nun das die Zeitreise möglich ist (auch wenn nicht unbedingt praktisch). Desweiteren sind wir wahrscheinlich nicht sonderlich interessant für solche Touristen.



Quelle: http://www.allmystery.de

_________________
"Das kann nur bedeuten, dass diese Zeit von Natur aus eine kosmische Signifitanz in sich birgt und beinahe so als wäre sie der temporale Knotenpunkt für das gesamte Raum-Zeit Kontinuum...doch andererseits kann das alles nur ein dummer Zufall sein... "Doc Emmet L. Brown"


[img=center]http://img143.imageshack.us/img143/3893/ubda3247cr2.gif[/img]


22. Dez 2008, 12:01
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Beitrag Re: Sind Zeitreisen möglich?
Hi Timon,

ja, das mit den Zeitreisen ist so eine Sache. In meiner Phantasie könnte ich mir durchaus vorstellen, eine Zeitreise zu unternehmen, genauso wie es in der "Zeitmaschine" gemacht wird.

Doch ich sehe darin auch gewisse Gefahren. Wie jedes Ding, das eigentlich zum Segen der Menscheit da sein soll, wäre eine solche Maschine eigentlich noch brisanter als eine Atomwaffe.

Vor allem machtgeile Despoten würden davon profitieren, da sie Wahlen und andere Abstimmungen zu ihrem Vorteil manipulieren könnten.

Aber nicht nur in diesem Bereich sehe ich Gefahren. Auch im privaten Bereich könnte es dazu kommen, dass der Mensch seine Zukunft manipuliert in dem er seine Vergangenheit ändert.

Und genau diese beiden Szenarien kann ich nicht gut heißen.

Dann sollten wir es doch lieber den Autoren von Science-Fiction Romanen überlassen, sich solche Szenarien auszudenken. Als der Protagonist in seine Zeit zurückkehrt um seine Bücher zu holen, die er in dieser Zeit gesehen hat und die sich bei der geringsten Berührung in Staub verwandelten, mag zwar vom Gedanken richtig sein, doch die Frage ist doch, was würden die Menschen dieses Zeitalters mit diesen Informationen anfangen?

Meines Erachtens sollte die Zeitreise einfach das bleiben, was sie ist: Nämlich Fiction!

Es würden Probleme auf die Menschheit zukommen, zu deren Lösung sie noch nicht bereit ist. Eine solche Maschine zu benutzen verlangt ein großes Maß an Reife und Konsequenz und dazu ist der Mensch einfach noch nicht fähig.

Man sieht es ja an anderen Dingen.

mfg

Hank

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24. Dez 2008, 23:15
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Beitrag Re: Sind Zeitreisen möglich?
Hallo Hank,

hank hat geschrieben:
Vor allem machtgeile Despoten würden davon profitieren, da sie Wahlen und andere Abstimmungen zu ihrem Vorteil manipulieren könnten.

Aber nicht nur in diesem Bereich sehe ich Gefahren. Auch im privaten Bereich könnte es dazu kommen, dass der Mensch seine Zukunft manipuliert in dem er seine Vergangenheit ändert.



Das ist die $1,000.000 Frage, nach der Viel-Welten Interpretation der Quantenmechanik (MWI) von 'Hugh Everett', veröffentlicht 1957, müßte dieses nicht zwingend geschehen.
Er führte aus, daß ein Zeitreisender in die Vergangenheit, aufgrund des Models eines Multiversums, eine andere Dimension der Vergangenheit erreicht, als die, in welcher die Vergangenheit der eigenen Gegenwart sich abspielt, so daß im Grunde beide Vergangenheits Formen stattfinden.
Unsere Gegenwart, bliebe in dem Fall erhalten wie sie ist. Für den Zeitreisenden wäre es jedoch nicht mehr möglich in seine eigene Gegenwart aus der er gestartet ist zurück zukehren. Er würde unter Umständen die Auswirkungen seiner Handlungen in seiner neuen Zukunft erleben.

(Quelle:Wikipedia:'Zeitreise')

Für jene die sich die physikalischen Grundlagen der MWI von Everett an tun wollen:

"h**p://de.wikipedia.org/wiki/Vielwelten-Theorie"

Viel Spaß und haltet den Feuerlöscher für die Neurönchen bereit. :mrgreen:

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25. Dez 2008, 11:46
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Beitrag Re: Sind Zeitreisen möglich?
Hi Cait-Sith,

mag ja sein das Hugh Everett recht hat mit seiner Theorie, Ich denke, er will damit sagen, dass eine Zeitreise eine Art Einbahnstraße sein würde.

Aber er scheint mit dieser Meinung ziemlich allein zu sein.

Was Deine $1.000.000,00 Frage betrifft, würde ich einfach mal sagen, dass es eigentlich nur eine Frage der Zeit sein dürfte. Bedenke einmal die Erfindungen der Menscheit. Jeder technische Fortschritt zog Potentaten an, die ihre Machtgeilheit befriedigen wollten. Und sehr oft, um nicht zu sagen immer, endete eine solche Betätigung für die eine oder andere Seite in einer Katastrophe.

Leider kann man soetwas nicht verhindern. Daher denke ich, dass es vielleicht gar keine so gute Idee ist, die Zeitreise möglich zu machen.

mfg

Hank

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31. Dez 2008, 00:04
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Beitrag Re: Sind Zeitreisen möglich?
Hi hank,

also was die Zeitfrage betrifft;

hank hat geschrieben:
...dass es eigentlich nur eine Frage der Zeit sein dürfte. Bedenke einmal die Erfindungen der Menscheit.


ich bin zwar kein Spezialist für Physik aber soweit ich weis, wird man in den nächsten Jahrzehnten wohl nicht so weit sein irgend eine dieser Theorien auszuprobieren, da die Energiefrage in keinster Weise gelöst ist.
Wir haben ja schon Schwierigkeiten die Kernfusion in den Griff zu bekommen, wie will man dann solche Energiemengen kontrollieren, um auch nur annähernd ein sinnvolle Verwendung von Zeitreisen hinzubekommen.
In einem BBC Bericht zu dem Thema Zeitreise, war die Sprache davon, daß man, um ein paar Sekunden zurückzuspringen, die gespeicherte Energie einer halben Galaxis bräuchte. Ob das jetzt eine realistische Einschätzung ist, mag ich mir gar nicht vorstellen aber es verdeutlicht, denke ich, von welchen Dimensionen wir hier sprechen.
Daher mein Zweifel ob wir je über aus dem theoretischen Bereich hin aus kommen werden.
Außerdem zeigen m.E auch die Probleme mir den letzen Entwicklungen in der Raumfahrt, Stichwort Raumstation, daß solche Projekte, wenn sie überhaupt realisierbar sein sollten, nur im Verbund aller Staaten möglich sein dürften, was wie ich vermute sowieso eine Weiterentwicklung in unserem Sozialverhalten und -Strukturen erfordern würde, da hier auch die Frage der Bezahlbarkeit eines solchen Projektes aufkommt.
Also was die Frage des Mißbrauchs von Zeitreisen betrifft muß man sich derzeit keine Sorgen machen. Da gibt es ganz andere Aufgaben.

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31. Dez 2008, 00:33
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Beitrag Re: Sind Zeitreisen möglich?
Hi Cait-Sith,

natürlich hast Du recht. Ich habe einfach nur meiner Phantasie mal freien Lauf gelassen.

Wäre doch wirklich mal interessant noch einmal in die Zeit der Jugend oder Kindheit zurück zu reisen.

Was hälst Du davon, wenn wir in Off-Toppic einmal alle ein wenig zu phantasieren begännen und eine Geschichte dazu schrieben?

Ich könnte mir vorstellen, dass irgendwie jeder etwas dazu beitragen könnte.

mfg

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5. Jan 2009, 03:19
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Beitrag Re: Sind Zeitreisen möglich?
Hi hank,

Also aufgrund der Einsatz-Regel bekäme ich da aber ein ganz gewaltige Problem.

Apropo Einsatz-Regel, wie komme ich jetzt da jetzt wieder raus?

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5. Jan 2009, 10:13
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Beitrag Re: Sind Zeitreisen möglich?
Äääääh Cait-Sith,

kann ich Dir auch nicht sagen.

Einsatzregel, was ist das?

Hast mich mal auf dem falschen Fuss erwischt.

mfg

Hank

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10. Jan 2009, 01:16
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Beitrag Re: Sind Zeitreisen möglich?
Hi @ll,

also beim Begriff Einsatzregel fallen mir auf Anhieb THW, Feuerwehr, usw. ein :). Die gibt es aber noch in jedem Bereich, der standardisierte Abläufe beinhaltet.

Zum Thema "sind Zeitreisen möglich?" gibt es mehrere Möglichkeiten...
Goedel schrieb von einem riesigen, rotierenden Raubzylinder im Universum, wenn man dann nur schnell genug entgegen der Rotationsrichtung um den Staubzylinder fliegt, könne man in der Zeit zurückreisen.
Bisher wurden noch keinerlei Anzeichen für einen solchen riesigen Staubzylinder gefunden.

Auch Wurmlöcher (nicht nur durch den Raum, sondern auch durch die Zeit) sind Nichts weiter als mathematische und hoch theoretische Konstrukte.

Die Frage, nach der Durchführbarkeit von Zeitreisen, kann je nach Standpunkt, ganz verschieden beantwortet werden.

Im Weltbild der Standardphysik sind Zeitreisen nicht möglich. Dazu bräuchte man eine negative Felddichte. Zwar ist es theoretisch möglich, dass solche Regionen im Universum existieren, mit einer solchen negativen Felddichte, aber was würde passieren, beim Kontakt von Feldern mit einmal negativer Felddichte und zum anderen positiven Felddichten? - Jegliche Materie, die sich in den Feldern befand würde durch einen gleißenden Energieblitz vaporisiert. - Keine schönen Aussichten.

In den Quantentheoremen ist eine Zeitreise grundsätzlich möglich, da alles im Mikrokosmos unscharf ist. Doch die Heisenberg'sche Unschärferelation gilt nur für den Beriech der Quanten, also winzigste Abmessungen ca. 10 hoch -15m (=Durchmesser eines Atomkerns). Wie will man da ein makroskopisches Objekt wie eine Zeitmaschine bewegen.

Auch die Möglichkeit, die auch schon oft zur Sprache kam, man sollte einen Antrieb erfinden, der Überlichtgeschwindigkeit erreicht. Oberhalb der Lichtgeschwindigkeit würde die Zeit rückwärts verlaufen. Doch wenn man c erreichen könnte, wäre man in der Lage von jedem Punkt im Universum zu einem anderen beliebigen Punkt des Universums zu reisen, ohne Zeitverlust. Man könnte also fast überall gleichzeitig sein.
Das große Problem, warum niemals ein Antrieb nach heutiger Physik Lichtgeschwindigkeit erreichen würde, hat mehrere Gründe.

Aus Teilchenbeschleunigern weiß man, dass Teilchen von außen betrachtet, physikalisch immer träger werden. D.h. Je höher die Geschwindigkeit eines Teilchens, desto schwerer ist es noch weiter zu beschleunigen. Warum? - Weil die Masse des Teilchens von außen betrachtet immer größer wird, also immer mehr Energie aufgewendet werden muss, um weiter zu beschleunigen.
Diese Trägheit gilt auch für große Objekte, wie Raumschiffe.
Bei Lichtgeschwindigkeit würde die Masse unendlich groß werden und man kann nicht unendlich viel Energie aufbringen.
Mal ganz davon abgesehen, dass von den Insassen schon bei 50% c nicht mehr übrig bliebe als Brei.
Mit unserer heutigen Physik sind Zeitreisen nicht möglich, vielleicht bedarf es dafür eine 5 dimensionale Physik ;).

Eine lustige Sache ist das "Großvater - Paradoxon". Jemand reist in die Zeit zurück, bevor sein Vater gezeugt wurde und erschießt seinen Großvater.
--> Er wird niemals geboren, er macht also nicht die Reise zurück, erschießt nicht seinen Großvater, er wird doch geboren, unternimmt doch die Reise, erschießt seinen Großvater, bevor sein Vater gezeugt wurde, wird also selbst nie geboren, unternimmt die Reise nicht...usw. :)
Hätte so etwas Konsequenzen für den Raum an sich?
Aber anscheinend wird es wohl Nichts aus Zeitreisen, schade, wäre sicher wirklich interessant, z:B. den Ägyptern beim Bau der Pyramiden zuzusehen, um nun endlich zu klären, wie sie das bewerkstelligt haben :)

Viele Grüße

Andrayca


10. Jan 2009, 02:27
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Beitrag Re: Sind Zeitreisen möglich?
Hi hank,

Also zu Thema Einsatz-Regel. :mrgreen:
Dieses bezog sich auf:

hank hat geschrieben:
Was hälst Du davon, wenn wir in Off-Toppic einmal alle ein wenig zu phantasieren begännen und eine Geschichte dazu schrieben?


Damit wollte ich nur sagen das ich meine Jugend wohl in einem Satz zusammenfassen kann, was mir aufgrund der Regel, daß ein Post mehr als einen Satz beinhalten muß wohl nicht machen kann.
Hätte wohl heißen müssen Ein-Satz-Regel.

Tschuldigung für die Verwirrung. :oops:

@ Andrayca

Andrayca hat geschrieben:
Aber anscheinend wird es wohl Nichts aus Zeitreisen, schade, wäre sicher wirklich interessant, z:B. den Ägyptern beim Bau der Pyramiden zuzusehen, um nun endlich zu klären, wie sie das bewerkstelligt haben :)
Andrayca


Da kann ich nur sagen gut so, wo kämen wir denn hin wenn die ganzen Pyramiden-Gläubigen, Ufologen, und Verschwörungstheoretiker, plötzlich mit eigenen Augen sich überzeuge könnten, das ihre Theorien von wegen Pyramide als Kosmischer Kalender, Ufo-Landeplatz oder Josephs Kornkammer nicht zutrifft.
Oder noch schlimmer, wenn es sich heraus stellen würde, das es sich um Bauwerke zukünftiger Menschen handelt, die in der Zeit zurückgereist sind um ihre Vorfahren sprich uns zu ärgern, weil sie alles erforscht und alle Probleme gelöst haben und sich nun Langweilen.
NB. wäre das nicht mal ein interessanter Ansatz für eine neue Religion?

Aber mal im Ernst, eine hypothetische Frage, wenn wir von einem Multidimensionalen Zeit-Dimension Modell ausgehen und unterstellen das es stimmt, daß die Zeit bereits im Überschall Bereich meßbar langsamer verläuft als für den Betrachter von außen, können wir sicher sein, nicht doch in der Vergangenheit des Außensystems zu sein aber eben einer alternativen 'Zeitdimension', die sich von unserem Start System unterscheidet?
Ich weis das geht jetzt wieder in die Richtung 'Gott hat eben alles so gemacht das es scheint als ob'.

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10. Jan 2009, 10:34
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